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Elfengedichte


Die
Elfen
Durch den Wald im Mondenscheine
sah ich jüngst die Elfen reiten;
ihre Hörner hört´ich klingen,
ihre Glöckchen hört´ich läuten
Ihre weißen Rößlein trugen güldnes
Hirschgeweih und flogen rasch
dahin,
wie wilde Schwäne kam es durch
die Luft gezogen. Lächelnd nickt
mir die Kön´gin,
lächelnd im Vorüberreiten.
Galt das meiner neuen Liebe,
oder soll es Tod bedeuten?
Heinrich
Heine
Gesang
der Elfen
Um MIitternacht,
wenn die Menschen erst schlafen,
dann scheinet uns der Mond,
dann leuchtet uns der Stern
Wir wandeln und singen und tanzen
erst gern um Mitternacht,
wenn die Menschen erst schlafen,
auf Wiesen,an den Erlen
Wir suchen unseren raum
und wandeln und singen und tanzen
einen Traum.
Johann
Wolfgang von Goethe
In den Sommernächten, wenn der
Mond scheint,
am liebsten in der Erntezeit,
kommen die Elfen aus ihren geheimen
Wohnungen hervor und versammeln
sich zum Tanz
auf gewissen Lieblingsplätzen,
gleichsfalls heimliche und verborgene
Orte,
wie Bergtäler,Wiesengründe bei
Bächen und Flüssen, Kirchhöfe,
wohin selten Menschen kommen.
Oft feiern sie ihre Feste unter
geräumigen Pilzen
oder ruhen unter ihrem Schirmdach.
Bei dem ersten Strahl der Morgensonne
verschwinden sie wieder und es
ist,
als rausche ein Schwarm Bienen
oder Mücken dahin.


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